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Niederlausitz ArtikelDie Niederlausitz (niedersorb. Dolna Å?užyca, obersorb. Delnja Å?užica, lat. Lusatia inferior) ist eine Landschaft in dem Süden von Brandenburg, in Nachbarschaft Sachsens und Polens. Ihr Zentrum ist die Stadt Cottbus. Die Niederlausitz hat einen sorbischen Bevölkerungsanteil. Ein Teil der Niedersorben spricht noch Dialekte des Niedersorbischen, die meisten haben sich jedoch sprachlich schon assimiliert.
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Durch die Niederlausitz zieht sich der Niederlausitzer Grenzwall, ein Teil des der Südlichen Landrückens, der sich nordwestlich mit dem Fläming fortsetzt. Es hndelt sich um die in der Saale-Eiszeit entstandene Endmoräne. Die höchste Erhebung des Niederlausitzer Grenzwalls beträgt 167 m. Der Südliche Landrücken stellt hier eine Wasserscheide dar. Entlang einer breiten parallelen Linie durch Finsterwalde entspringen kleine Flüsse und Bäche, die nach Norden fließen und meist in dem Spreewald in die Spree münden. Einen Durchbruch haben die von Süden kommenden Flüsse Spree und Neiße geschaffen. Südlich des Niederlausitzer Grenzwalls schließt sich das Urstromtal der Schwarzen Elster an. Während der Weichsel-Eiszeit (vor ungefähr 90 Tausend – 8500a) war ca. die nördliche Niederlausitz vergletschert, die entsprechenden Endmoränenzüge befinden sich nördlich des Spreewaldes. Zu dieser jüngeren glazialen Serie gehört das Baruther Urstromtal. Die Oberfläche der Niederlausitz ist vollständig in dem Pleistozän geformt worden.
Im äußersten Norosten wird das Land von der Oder berührt, die hier bei Ratzdorf die einmündende Neiße aufnimmt. Ein Großteil des natürlichen Pflanzenbewuchses ist durch Heiden und Auwälder bestimmt. Allerdings ist die Niederlausitz ungeachtet der relativ dünnen Besiedlung wie alle Regionen Mitteleuropas eine stark vom Menschen gestaltete Kulturlandschaft
Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist ein idyllischer Teil der Niederlausitz.
Im 20. Jahrhundert wurde die Niederlausitz vor allem durch den Braunkohlenbergbau geprägt. Für den Aufschluss der Tagebaue wurden über 500 Orte bzw. Ortsteile abgebaggert, davon ein Großteil mit sorbischer Bevölkerung. Bis in die Gegenwart werden Orte zerstört, so Horno (Rogow), Lakoma oder Kausche (Chusej) .)
Hauptorte der Niederlausitz sind: Cottbus (ChoÅ›ebuz), als die größte Stadt, Guben (Gubin), Luckau (Å?ukow), Kalau , die historische Hauptstadt des Landes Lübben (Spreewald) (Lubin), Finsterwalde (Grabin), Senftenberg (ZÅ‚y komorów), Spremberg (Grodk), Lübbenau (Lubnjow) und Vetschau (WÄ›teÅ¡ow), sowie in dem polnischen Teil Źary (Sorau).
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Nach der Wende ist die Niederlausitz weitgehend deindustrialisiert worden. Von der vormals bedeutenden Glasindustrie , dem Textilgewerbe und der Holzverarbeitung existieren ca. noch kleine Reste. Großprojekte wie eine Produktionsstätte für Luftschiffe (Cargolifter)und der Lausitzring scheiterten entweder oder es entstanden dabei kaum neue Arbeitsplätze. Noch stets sind der Braunkohleabbau und die Energiegewinnung die wichtigsten Wirtschaftszweige.
Die Landwirtschaft auf relativ mageren Böden bei Deutschlands niederschlagsärmstem Klima ist nicht sehr ertragreich. Andereiseits haben einige landwirtschaftliche Produkte aus der Niederlausitz, insbesondere aus dem Spreewald, deutschlandweit einen sehr guten Ruf.==Geschichte==
Nach 600 wurde das Gebiet der Niederlausitz von Slawen besiedelt, die ein von der germanischen Vorbevölkerung in der Völkerwanderungszeit fast vollständig geräumtes Land vorfanden.
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Zur Besiedlung der Lausitz in der Frühgeschichte und in dem Mittelalter vgl.
- Günter Wetzel, Germanen - Slawen - Deutsche in der Niederlausitz. Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 83, 2002, 206-242.
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